суббота, 13 августа 2011 г.

Wir sind eben doch nur Menschen. . .


Mut und Klugheit sind Eigenschaften, die niemand abweisen würde.

Wir lesen Romane die von Helden handeln. Fantastischen Rittern im Kampf gegen Drachen, melancholischen Kommissaren auf der Suche nach bestialischen Mördern oder historische Romane, in denen sich starke Frauen gegen die Bürden ihres Schicksals auflehnen.

Wir lassen uns beeindrucken, mitreißen und denken:
Ja, so ist es richtig, so muss man handeln, so hätte ich auch reagiert.

Es fällt uns leicht zu entscheiden, was richtig oder falsch ist, solange wir nicht gezwungen werden nach diesen Entscheidungen zu handeln.

Stehlen ist böse. Lästern ist gemein. Lügen ist falsch und fremdgehen verletzend.

Solche Dinge darf man nicht tun.
Nein, nein, nein.


 













Man sollte immer bei der Wahrheit bleiben, ehrlich sein, den moralisch korrekten Weg gehen, auch, wenn er der steinigere und komplizierter ist.

Doch wenn wir dann vor dem riesengroßen Berg stehen und den steilen, langwierigen und beschwerlichen Pfad betrachten, den uns die Moral entlang schickt, dann beginnen wir auf einmal zu zögern.

Es meldet sich der innere Schweinehund.

Dieser Schweinehund – ich habe keine Ahnung, wie ein Schweinehund aussieht, habe noch nie einen gesehen aber höchstwahrscheinlich wie eine Mischung aus einem Schwein und einem Hund – ist faul und feige. Er liebt es daheim auf dem Sofa zu liegen und Schokolade zu fressen. Sein Motto lautet:
Was du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen.

Der Schweinehund hasst körperliche, geistige und emotionale Anstrengungen und hat vor allen möglichen Dingen Angst.
Er fürchtet sich vor Zurückweisung, Versagen, Schwäche, Dummheit und Verletzungen, inneren sowie äußeren.

Und aus diesem Grund schweigt er gerne, versteckt sich unter seiner Bettdecke und lügt.

Jeder von uns trägt so einen Schweinehund mit sich herum.
Manche haben ihren sehr gut erzogen. Er kann „Sitz!“ und „Platz!“ machen und holt auch manchmal die Zeitung. Diese Menschen muss man einfach loben. Sie setzen sich durch und bestreiten voller Mut und Zuversicht jeden noch so schwierigen Weg.

Aber leider gibt es auch noch andere.
Solche, die von ihrem Schweinehund durch die Gegend gezogen werden und ihn einfach nicht im Griff haben.

Комментариев нет:

Отправить комментарий